Was ist Meditation? - Meditations-Portal.de
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Was ist Meditation?

Bei Meditation handelt es sich um einen mehrstufigen Prozess, der zu einem erhöhten Zustand des Bewusstseins, der Gelassenheit, der Klarheit, inneren Friedlichkeit und des tiefen Glücks führt. In unserer medial überfluteten Gesellschaft empfangen wir kontinuierlich eine Vielfalt an Sinnesreizungen und reagieren in der Regel vollkommen unkontrolliert darauf. Unsere Gedanken „hüpfen“ regelrecht und bewirken emotional und körperlich ungesteuerte Reaktionen – folglich kann ein und derselbe Gedanke zu unterschiedlichen Zeitpunkten diametral entgegengesetzte körperliche und seelische Reaktionen bewirken.

Meditation ist eine Praxis, mit deren Hilfe die Gedankenflut besänftigt wird, indem der Fokus auf einen Gegenstand wie Klang, Visualisierung, Objekte oder den Atem gelenkt wird um des Bewusstsein und die Achtsamkeit des gegenwärtigen Augenblicks zu steigern, Stress zu minimieren, die Entspannung zu maximieren sowie das persönliche und spirituelle Wachstum zu fördern.

Von außen betrachtet könnte ein Laie Meditation mit einer Art Gebet, Verehrung, Vergötterung oder einer Art religiösem Akts verwechseln. Doch Meditation hat mit all den genannten Aspekten nichts zu tun. Bei Meditation handelt es sich um eine Technik, die ermöglicht, bewusst und fokusiert wahrzunehmen. Es gibt keine vergleichbare Technik, die derart tiefen Frieden, Ruhe und Ausgeglichenheit erzielt. Das Beobachten des Atems kann Meditation sein, das Lauschen von Vögeln im Wald, bewusstes Gehen – all das kann Meditation sein, falls der Geist bei diesen Aktivitäten frei von jeglicher Ablenkung ist.

Selbstverständlich kann bereits das Beobachten des Atems eine Tiefenentspannung erzielen, ebenso das Lauschen des Vogelgesangs im Wald, bewusstes Gehen – all das kann in gewisser Hinsicht meditativ sein, falls der Geist in der Aktion frei von jeglicher Ablenkung ist. Die EFFEKTIVITÄT unterschiedlicher Meditationsformen auf Körper, Seele und Geist variiert jedoch enorm. Das Lauschen des Windes oder eines Baches können in der Tat entspannen – doch kann man diesen Entspannungszustand niemals mit hochentwickelten Techniken wie Transzendentale Meditation (TM), Kriya Yoga  (hierbei handelt es sich ebenfalls um eine komplexe, hocheffektive Meditationsform) oder tibetischer Meditation gleichsetzen. Während sich Naturgeräusche tatsächlich positiv auf den Stresspegel auswirken können, sind komplexe Techniken wie Kriya Yoga oder TM im wahrsten Sinne auf allen Ebenen transformierend.

Häufige gestellte Fragen zur Meditation

 Wie wirkt sich Meditation auf unseren Bewußtseinszustand aus?

Meditation ist ein dreistufiger Prozess, der zu einem höheren Bewusstseinszustand, Gelassenheit, Klarheit und Glückseligkeit führt. Der „normale“ Bewusstseinszustand unseres Geistes ist im Grunde verkümmert oder anormal.

Wir empfangen Sinnesreize und reagieren darauf in einem vollkommen unkontrollierten Art – wir denken selbstverständlich, dass alles seine Richtigkeit hat, und bilden uns ein, die Kontrolle zu haben. Unser Gehirn führt in der Regel aber ein Eigenleben – unsere Gedanken springen von einem Thema zum anderen, vollkommen unkontrolliert. Das Drama liegt darin, dass dieser Gedankenflut auch eine entsprechende Reaktion unseres Körpers und unserer Gefühle zur Folge hat. Ohne Meditation sind wir folglich der Willkür unserer Gedankenflut vollkommen hilflos ausgeliefert und „werden gedacht“. Ein und derselbe Gedanke kann zudem noch vollkommen unterschiedliche Reaktionen von Körper und Seele auslösen. Meditation ist in der Lage, diesen Teufelskreis nach und nach aufzulösen. Wir werden immer gelassener und freier.

Gibt es wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit von Meditation?

Vor allem Organisationen, die TM lehren, haben 600 wissenschaftliche Studien in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen dieser Technik auf Körper, Seele und Geist gewissenhaft zu prüfen. Die Ergebnisse sind erstaunlich und nicht von der Hand zu weisen:

  • 1. Tiefer Ruhezustand wird erzielt – bei dem durch Meditation erlangten Ruhezustand handelt es sich um einen tiefgreifenderen Entspannungszustand – noch tiefer als nach einer intensiven Schlafphase
  • 2. Nachweisbarer Anstieg von Glückshormonen, deutlich gesteigerte Wahrnehmung von innerem Glück, Frieden, Freude und tiefer Zufriedenheit,
  • 3. deutliche Abnahme von Stresshormonen
  • 4. Ganzheitliche Gehirnentwicklung: nachweisbar durch EEG-Messungen verstärkter Gehirnwellenkohärenz
  • 5. Positiver Einfluss auf Depressionen, Burn Out und andere seelische Störungen
  • 6. Verlangsamung der Hirnalterung
  • 7. Steigerung von Empathie, sozialem Interesse, sozialem Erfolg

Ist es schwierig, Meditation zu erlernen?

Meditation zu erlernen ist einfach. Jeder psychisch gesunde Mensch kann dieses Wissen innerhalb kürzester Zeit erlangen und umsetzen. Doch für Menschen der westlichen Welt ist die Gandankenflut meist derart dominierend,  dass man sich für eine effektive Meditationstechnik entscheiden sollte, um erfolgreich in die Ruhe zu kommen.

Erfahrungsgemäß sind daher vor allem objekt- oder mantrenbezogene Meditationen besonders geeignet. Vor allem die Transzendentale Meditation (TM) ist für Anfänger optimal, da sie in kürzester Zeit einen spürbaren Fortschritt sowie eine tiefe Resilieenz bei relativ geringem Zeiteinsatz von zwei Mal täglich 20 Minuten ermöglicht.

Für Menschen, die mehr Zeit für ihr spirituelles Wachstum und ihre Seelenheilung investieren wollen sei an dieser Stelle Kriya-Yoga, Pranayam oder Meditationsformen aus dem tibetischen Buddhismus empfohlen. Jeder Mensch sympathisiert mit unterschiedlichen Systemen. Wählen Sie eine Linie, die Ihnen aus dem Bauch heraus zusagt. Einige Menschen fühlen sich eher zu indischen Tradition hingezogen, andere zu buddhistischen oder der Strenge japanischer Linien.

Muss ich mich konzentrieren können um erfolgreich meditieren zu können?

Ein wichtiger Aspekt der Meditation stellt die Konzentration und punktförmige Fokussierung dar. Die Kontrolle über den Geist, über die Gedanken ist der erste und wichtigste Schritt bei der Meditation. Nur wer seinen Geist kontrolliert, erlangt Kontrolle über sein Leben. Auf den ersten Blick wirkt diese Aufgabe sehr einfach: „Selbstverständlich hab ich meine Gedanken unter Kontrolle!!“ – in der Realität ist das jedoch vollkommen anders. Nahezu jeder Meditationsanfänger, der sich das erste Mal mit dem Thema beschäftigt, wird zunächst mit einer gewissen Hilflosigkeit in Bezug auf willkürliche Flut seiner Gedanken konfrontiert. Viele geben gerade in den ersten Tagen der Praxis auf – doch diese Schwierigkeit ist vollkommen normal und im Grunde ist kein erwachsener Mensch in unserer reizüberfluteten Welt ohne besondere Techniken und Übung in der Lage, das in den Griff zu bekommen.

Meditation aus dem Lateinischen abgeleitet meditari und bedeutet so viel wie denken, sich in der Mitte befinden. Mediation ist gleichzusetzen mit einer Regulation des Denkprozesses, einer kontemplativen Handlung. Meist wählt man für die Lösung dieser Gedankenflutpoblematik einen Gegenstand um darauf  Aufmerksamkeit zu lenken und zu fokussieren um sich – früher oder später – ohne jegliche Ablenkung ausschließlich auf die Innenschau zu konzentrieren. Nur so entsteht ungetrübte Aufmerksamkeit.

Wie kann ich höhere Meditationszustände erreichen?

Traditionell wird in den alten Schriften beschrieben, dass der ernsthafte Schüler zunächst verschiedene Stufen erreichen muss, um höhere Meditationszustände zu erlangen: dazu gehören neben einer entsprechenden persönlichen und sozialen Haltung, Ethik, Gewaltlosigkeit, Reinlichkeit, die entsprechende Körperhaltung und Kontrolle des Atems während der Meditation. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man ohne die genannten Stufen nicht bereits erfolgreich und mit großem gesundheitlichen Nutzen meditieren kann.

Mit einer gewissen Disziplin und Regelmäßigkeit der Praxis und der passenden Meditationstechnik kann jeder Mensch erfahren, wie Meditation die Energien des Körpers freisetzt, den Geist klärt und befreit und die Qualität des Bewusstseins erweitern kann.

Wie lange gibt es die Meditationspraxis bereits?

Meditationstechniken werden bereits seit Jahrtausenden praktiziert. Ziel der Praxis war immer, spirituelles Verständnis, Bewusstsein und die unmittelbare Erfahrung der ultimativen Wirklichkeit zu erfahren.

Was ist der Nutzen täglicher Meditation?

Mit Hilfe von Meditation erreicht man eine tiefe, emotionale Stabilität in welcher der Praktizierende intensive Empfindungen erleben kann bei gleichzeitiger stiller, und vor allem gelassener Versenkung im eigenen Inneren.

Im Erfahrungsbereich dieser Geborgenheit in seiner eigenen Mitte wird ein tiefer Einblick und ein klares Verständnis in Bezug auf die eigenen Gedanken, Emotionen und Handlungen ermöglicht. Innerhalb dieses Erfahrungsbereichs wird deutlich, dass wir erkennen, dass Ängste, Befürchtungen, Unsicherheit und Sorgen meist durch eine negative Gedankenflut forciert wird – in unserem Erkennen, dass wir in unserem tiefsten Innern eine unantastbare, angstfrei, friedliche Kraft besitzen und uns auch jederzeit dorthin zurückziehen können, erreichen wir eine neue Dimension der täglichen Kontrolle in Bezug auf alle Erfahrungsbereiche des täglichen Lebens.

Mit der Praxis der täglichen Meditation erschaffen wir uns einen Anker der Ruhe, ermöglichen uns ein gesteigertes Gefühl der Gelassenheit, des Gleichmuts (nicht zu verwechseln mit Gleichgültigkeit) der Akzeptanz und Empathie uns selbst wie auch anderen Menschen gegenüber.

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Muss ich religiös sein um meditieren zu können?

Die unzähligen religiösen Traditionen der Welt haben uns den Zugang zu einer großen Vielfalt an meditativen Praktiken geschenkt. Hierzu gehören die kontemplativen Praktiken der christlichen Ordengemeinschaften, die buddhistische Praxis der Sitzmeditation oder die endlos erscheinenden Tänze der Derwische des Sufismus. Meditation gilt zwar als wesentliche spirituelle Praxis vieler religiöser und spiritueller Traditionen, doch kann sie losgelöst von ihrem kulturellen oder religiösen Kontext von jedem Menschen praktiziert werden.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten eines Meditationskurses?

Trotz der wissenschaftlich anerkannt positiven Wirkung handelt es sich bei Meditation bislang um kein anerkanntes medizinisches Verfahren und wird daher von den meisten Krankenkassen finanziell nicht unterstützt. Folglich zahlen die meisten Patienten ihren Meditationsunterricht aus eigener Tasche. Viele religiöse Gruppen oder Meditationszentren bieten den Unterricht jedoch kostenlos, kostengünstig oder gegen eine kleine Spende an.

Foto: depositphotos.com | dasha11

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