Die sechs häufigsten Fehler von Meditations-Anfängern - Meditations-Portal.de
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Die sechs häufigsten Fehler von Meditations-Anfängern

1.Meditation ist für mich als Anfänger zu schwierig

Nach wie vor besteht die Fehlannahmen, dass Meditation eher schwer zu erlernen ist und eher im Rahmen einer spirituellen Praxis für Heilige, Adepten und sonstig esoterisch ausgerichtete Menschen geeignet ist. Für Menschen, die in der modernen Welt leben eignen sich eher andere Entspannungsmethoden geeignet. Unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers ist Meditation sehr einfach zu erlernen und macht von Anfang an große Freude. Es gibt spezielle Techniken wie die Transzendentale Meditation oder die Atemmeditation, die vor allem durch die Fokussierung eines bestimmtes Aspekts (Mantra, Atem) auch Anfänger sofort zu Erfolg führt. Selbstverständlich steigert sich der Entspannungs- und Versenkungserfolg im Laufe der Praxis.

 

2. Ich kann nicht meditieren, weil ich meine Gedankenflut nicht kontrollieren kann

Einer der Hauptgründe, warum viele Meditationsanfänger nach kurzer Zeit frustriert aufgeben ist der Irrglaube, dass sie ihre Gedankenflut stoppen und den Verstand unter Kontrolle bringen müssen. Jeder Mensch, der zwanghaft unter Druck versucht, die Gedanken zu stoppen MUSS scheitern. Im Gegenteil: Je zwanghafter wir einen Gedanken zu verdrängen versuchen, desto stärker, schneller und nachhaltiger kommt er zurück. Das verursacht bei Anfängern Frustration, Stress und in der Regel die Kapitulation: „Meditation ist einfach nichts für mich…“

In der Meditation ist es wichtig, den FOKUS auf die Gedanken zurückzuziehen, nicht jedoch die Gedanken zu verdrängen. Diese Technik wird von einem Lehrer genauestens erklärt: Durch die Meditation kommen wir in die Ruhe, erlangen „Kontrolle“ über den Raum, der zwischen uns und den Gedanken besteht.

Denn wir können unsere Gedanken nicht unterbinden, aber wir können beeinflussen, wie viel Aufmerksamkeit wir unserer Gedankenflut schenken. Das Erlernen dieser Praxis ist auch für den Alltag ein unermesslich reicher Gewinn denn wie häufig zermartert uns ein bestimmter Gedanke, eine Befürchtung, eine Angst.

Meistens sind die von uns befürchten Szenarien vollkommen unbegründet und ziehen uns kostbare Energie und Lebensfreude ab.

Daher ist die fokussierte Meditation für Anfänger perfekt: Durch die Konzentration auf Atem, Kerze, Mantra oder ein Bild wird unser Geist, unser Verstand ganz still und in dieser Entspannung verblassen oder verschwinden die Gedanken früher oder später. Sobald die Gedanken erneut auftauchen, lenken wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf das Objekt.

Der heilende, transformierende Moment in der Meditation kann auch bei Fortgeschrittenen (die auch nach Jahren der Praxis noch Gedankenfluten haben) manchmal nur wenige Sekunden andauern – dennoch reicht dieser kurze Augenblick aus, um tiefgreifende Entspannung zu erlangen.

Resümierend bedeutet das: Selbst wenn man als Anfänger die Empfindung hat, während der Meditation die ganze Zeit über von seiner Gedankenflut abgelenkt worden zu sein und somit seine Zeit komplett verschwendet hat, gab es kurze Momente der absoluten Tiefenentspannung. Somit wurde alle Vorteile der Praxis erlangt und es liegt kein Grund vor, frustriert zu sein.

Je häufiger man praktiziert, desto länger kann dieser Moment selbstverständlich ausgeweitet werden – doch dies ist nicht das Ziel. Ziel ist die Qualität der eigenen Stille und die Ausrichtung des Geistes – selbst wenn diese nur wenige Sekunden währt.

 

 

3. Meditation ist eine Weltflucht für labile Menschen, welche die harte Wirklichkeit nicht ertragen können.

Erfolgreiche Menschen auf der ganzen Welt meditieren – von Topmanagern bis zu Spitzenpolitikern. Warum tun sie das? Weil sie ihrer Welt entfliehen wollen und labil sind. Mit Sicherheit nicht.

Intelligente, erfolgreiche Menschen suchen nach effektiven Möglichkeiten ihre Resilienz, ihre innere Kraft zu bewahren, bzw zurückzuerlangen.

Meditation verfolgt nicht den Sinn, sich „wegzubeamen“ zu betäuben, um sich von allem, was im Außen existiert abzukapseln. Ganz im Gegenteil geht man in Kontakt zu seinem inneren Selbst, dem stillsten Ort in sich, um dort Kraft zu schöpfen, das Äußere mit all seinen Prozessen, Herausforderungen, Veränderungen und Gefahren intensiver, glücklicher, kraftvoller, widerstandsfähiger und ausgeglichener zu erfahren und zu beeinflussen.

In diesem tiefenenspannten Zustand kann man besser abgrenzen, wer man ist, was man wirklich will, womit man sich wirklich beschäftigen möchte und muss, man ist in der Lage, sich selbst klarer wahrzunehmen und Prioritäten zu setzen.

Wer regelmäßig praktiziert, wird seine Wahrnehmung schulen und mehr Klarheit über seine sozialen Verbindungen, sein Leben und Wirken erlangen.

 

 

4.Ich muss auch als Anfänger den Lotussitz (Meditation im Schneidersitz) schaffen um effektiv meditieren zu können

Der wichtigste Aspekt in Bezug auf die perfekte Meditationshaltung ist vor allem Bequemlichkeit. Gelenk- und Muskelschmerzen, einschlafende Glieder müssen ganz im Gegenteil vermieden werden, da diese Empfindungen die Tiefe und Effektivität der Meditation erheblich beeinträchtigen. Es gibt sehr viele Positionen die auch für Meditationsanfänger geeignet sind und jeder muss individuell die für ihn passende finden. Menschen, die große Probleme mit allen gängigen Sitzhaltungen haben können sogar auf einem Stuhl meditieren. Außerdem gibt es unterstützende Spezialkissen oder Hocker, die Kniesitze ermöglichen ohne das Einschlafen der Beine oder Knieschmerzen zu erzeugen.

 

5. Es bedarf viele Jahre regelmäßiger Meditationspraxis um alle Vorteile der Meditation zu erlangen

Die Vorteile der Meditation sind grundsätzlich auch für Anfänger sofort erfahrbar, allerdings hängt dies von der individuellen Wahrnehmung des Meditierenden ab. Manche stellen viel zu hohe Erwartungen an sich, anstatt alles einfach geschehen zu lassen. Einer der wichtigsten Regeln der Meditation ist die Absichtslosigkeit: Man darf sich nicht zwingen, ohne Gedanken, ohne Gefühle, ohne Empfindungen zu sein. Durch die Absichtslosigkeit, das Nichtbewerten und Geschehenlassen aller Eindrücke und Empfindungen sowie durch den Fokus auf das Meditationsobjekt Atem, Mantra, Klang, Licht etc. erlangt man tiefen Frieden und die somit die transformierende Entspannung.

Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass Meditation bereits nach wenigen Wochen der Praxis tiefgreifende Auswirkungen auf Seele, Körper und Geist erzielen. Eine wichtige Studie der Harvard Universität konnte beweisen dass bei sich bei den Probanden bereits nach zwei Monaten täglichen Meditierens Angstzustände reduzierten sowie die Hirnregion, die für Erinnerungsvermögen, Mitgefühl, Selbstwert sowie die Stressregulation zuständig ist, vergrößerte.

Bei vielen Menschen ändert sich bereits nach der ersten Sitzung das Schlafverhalten – vor allem, wenn unmittelbar vor dem Schlafengehen meditiert wurde. Sie beschreiben den Schlaf als plötzlich tiefer, erholsamer und die Traumqualität positiver.

 

6. Mir fehlt die Zeit, regelmäßig zu meditieren

Der Tag hat 24 Stunden. Es ist immer eine Frage der Priorität was man in der Zeit macht. Wenn der Zeitplan an bestimmten Tagen dann wirklich einmal zu voll ist kann eine Meditation auch nur 10 Minuten dauern – das ist besser als gar nicht zu meditieren. Allerdings sollte man die Meditationszeit nicht auf die Zeit vor dem Schlafen verschieben, wenn man zu müde sein sollte. Jeder Mensch hat es sich verdient, zwei mal 20 Minuten täglich zurückzuziehen um neue Kraft zu tanken – und keine Beschäftigung könnte den Enspannungseffekt besitzen wie eine regelmäßige Meditation.

Es gibt ein unerklärliches Phänomen, dass Menschen, die zunächst annahmen, keine Zeit für die Meditation zu finden nach einigen Wochen der regelmäßigen Praxis das Empfinden hatten, MEHR Zeit als je zuvor für andere Dinge zu haben. Das liegt an der neuen Qualität, die Einzug in das Leben hält: innere Gelassenheit, Ruhe und Selbstzentrierung. Aus dieser Energie heraus gehen wir alles gelassener, aber auch viel konzentrierter und effizienter an. Dies bewirkt, dass wir unter Umständen für andere Vorhaben weniger Zeit benötigen als früher.

Wer meditiert, schöpft Kraft in der Zeitlosigkeit, aus jener Quelle, die alles was ist belebt. Atmung, Puls, Blutdruck, Produktion von Stresshormonen regulieren sich, der Alterungsprozess der Zellen wird verlangsamt und aus dieser neuen Energie und Ruhe empfinden wir Zeitdruck und Zeitmangel plötzlich vollkommen anders. Alles ist plötzlich im Fluss und wird neu ausgerichtet.

 

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Claudia Verde ist Autorin und Meditations-Lehrerin, Coach für Ernährung und ganzheitliche Lebensführung.
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  • Die sechs häufigsten Fehler von Meditations-Anfängern

    Nach wie vor besteht die Fehlannahmen, dass Meditation eher schwer zu erlernen ist und eher im Rahmen einer spirituellen Praxis für Heilige, Adepten und sonstig esoterisch ausgerichtete Menschen geeignet ist. Für Menschen, die in der modernen Welt leben eignen sich eher andere Entspannungsmethoden geeignet. Unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers ist Meditation sehr einfach zu erlernen und macht von Anfang an große Freude. Es gibt spezielle Techniken wie die Transzendentale Meditation oder die Atemmeditation, die vor allem durch die Fokussierung eines bestimmtes Aspekts (Mantra, Atem) auch Anfänger sofort zu Erfolg führt. Selbstverständlich steigert sich der Entspannungs- und Versenkungserfolg im Laufe der Praxis.

  • Warum sollte man meditieren? Was bringt mir das?

    Alle Menschen teilen den gleichen Wunsch: innere Ruhe und Zufriedenheit, glücklich zu sein und Leiden möglichst zu vermeiden. Im Grunde verbringen wir alle unsere gesamte Lebenszeit damit, Glück, Frieden und Zufriedenheit zu erreichen – dies teilweise mit fragwürdigen Mitteln. Denn wenn wir einmal damit beginnen uns zu fragen, wo die tatsächliche Quelle des Glücks und des Wohlbefindens liegt werden wir das sicher nicht im Außen finden. Die äußere Welt ist in ständigem Wandel, wir leben unter sich ständig verändernden Bedingungen und haben im Großen und Ganzen keinen Einfluss darauf.

  • Vipassana Meditation

    Bei Vipassana-Meditation handelt es sich um eine der ältesten indischen Meditationstechniken, die ihren Ursprung im Theravada-Buddhismus hat. Vipassana wurde vor etwa 2500 Jahren von Buddha wiederentdeckt und als universelles Heilmittel für Körper, Seele und Geist erkannt und fortan gelehrt. Vipassana bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt, Einsicht (pali) und schließlich Befreiung bezüglich der drei Daseinserscheinungen zu erlangen: die Unbeständigkeit aller materiellen Dinge (anicca), Leiden oder Leidhaftigkeit (dukkha) und das Nicht-Selbst (anatta). Vipassana steht folglich für eine Technik, die dem Übenden ermöglicht, Befreiung zu erlangen.

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